Als man noch aufs Amt ging

Donnerstag, 30. Juli 2015  | ZWIEBELFISCH

Als man noch aufs Amt ging

Manche finden es verwunderlich, wenn sie hören, jemand gehe aufs Rathaus oder auf die Post. Sie finden, es müsse zum Rathaus und zur Post heißen. Dies ist die Geschichte von Herrn Innendrin, der niemals aufs Rathaus ging, auf keiner Schule war und aus Prinzip auch nicht auf die Toilette ging. Was immer er tat, er tat es mit »in« und »zu«. Dabei ist an »auf« gar nichts verkehrt.

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Die Drei-Komponenten-Regel

Montag, 13. Juli 2015  | ZWIEBELFISCH

Die Drei-Komponenten-Regel

Wenn ein Lied von Helene Fischer zur Nummer eins wird, ist es dann ein »Nummer eins Hit«, ein »Nummer eins-Hit« oder ein »Nummer-eins-Hit«? Wenn nach ihr irgendwann einmal ein Stadion benannt wird, ist es dann das »Helene Fischer Stadion«, das »Helene Fischer-Stadion« oder das »Helene-Fischer-Stadion«? Obwohl die Regeln hierzu eindeutig sind, wird der Gebrauch des Bindestrichs immer unverbindlicher.

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Ein Buch mit sieben Siegeln

Samstag, 27. Juni 2015  | ZWIEBELFISCH

Ein Buch mit sieben Siegeln

Die Bibel wird längst nicht von allen gelesen, und doch sind ihre Worte in aller Munde. Zahlreiche Redewendungen und Sprichwörter, die unsere Alltagssprache bereichern, sind biblischen Ursprungs. Oft sind wir uns des biblischen Gehalts unserer Worte nicht einmal bewusst.

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Das unbeugsame „ein“

Montag, 15. Juni 2015  | ZWIEBELFISCH

Das unbeugsame „ein“

Wird »ein und dasselbe« im Dativ zu »einem und demselben«? Sollte man wirklich nur »ein bis zwei Tage« warten und nicht besser »einen bis zwei Tage«? Kann man »dem ein und andern« vertrauen, oder müsste es nicht »dem einen und anderen« heißen? Erfahren Sie alles über ein eigenwilliges »ein«, das sich partout nicht beugen will.

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Leichte Sprache für alle!

Dienstag, 19. Mai 2015  | ZWIEBELFISCH

Leichte Sprache für alle!

Seit mehr als zehn Jahren gibt es die »Leichte Sprache« – eine famose Hilfe für Menschen, die nicht so gut Deutsch können. Weniger famos ist es, wenn plötzlich alle Bürger in »Leichter Sprache« angesprochen werden, so wie bei den jüngsten Wahlen in Bremen der Fall. Andererseits muss man nur die Zeitung aufschlagen oder das Fernsehen einschalten, um festzustellen: Leichte Sprache ist längst ein fester Bestandteil unseres Alltags – oder: von unserem All-Tag.

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„Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele?“ (Matthäus 16,26 in der Übersetzung von Martin Luther) Wer böte dem Konjunktiv heute wohl noch solche Hülfe?

Wem fall ich am wenigsten auf die Nerven?“, fragte sich der Dativ auf seiner Flucht vor den Anhängern des Genitivs. „Na klar: den Wesfalen!“ Und so gelangte der Dativ nach dem schönen NRW.

Englisch ist der Volkswagen unter den Sprachen, Deutsch ist der Rolls-Royce.

Bastian Sick 2011

Jedes Imitieren einer sprachlichen Mode ist eine Form der Anbiederung. Und Anbiederung ist das Gegenteil von Souveränität.

Bastian Sick 2015