Der Zusatz „-freundlich“ klingt immer positiv: ob menschenfreundlich, raucherfreundlich oder schwulenfreundlich. Im Zusammenhang mit Immobilien erwartet man Attribute wie „familienfreundlich“, „kinderfreundlich“ oder „behindertenfreundlich“. Die Eigenschaft „barrierefreundlich“ erwartete man bislang weniger. Aber warum eigentlich nicht? Bestimmt gibt es Menschen, die Hindernisse lieben.
Der jüngste Besuch beim Elektro-Engroshändler Saturn brachte eine erfreuliche und eine bedauerliche Erkenntnis. Die erfreuliche: Saturn hat sich von der gleichermaßen armseligen wie enervierenden Parole „Geiz ist geil“ verabschiedet. Die bedauerliche: Der neue Werbespruch ist auch nicht besser.
Wie man auf bild.de erfahren konnte, ist eine Frau auf einem Parkplatz in Tampa (Florida) aus einem fahrenden Auto heraus überfallen worden. Einer der Räuber versuchte ihr im Vorbeifahren die Handtasche zu entreißen. Doch sie hielt diese mit beiden Händen fest umklammert, sodass sie vom Auto zu Boden geworfen und einige Meter „mitgeschliffen“ wurde.
„Klimakonferenz droht, im Chaos zu versinken“, titelte SPIEGEL ONLINE am vergangenen Sonntag. Das ist einerseits erschreckend, andererseits ein willkommener Anlass, darauf hinzuweisen, dass das Verb „drohen“ unterschiedliche Bedeutungen mit jeweils unterschiedlichen Konsequenzen für die Zeichensetzung hat.
„Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele?“ (Matthäus 16,26 in der Übersetzung von Martin Luther) Wer böte dem Konjunktiv heute wohl noch solche Hülfe?
„Wem fall ich am wenigsten auf die Nerven?“, fragte sich der Dativ auf seiner Flucht vor den Anhängern des Genitivs. „Na klar: den Wesfalen!“ Und so gelangte der Dativ nach dem schönen NRW.